DATEV-Export aus Lexware Office: Daten an die Kanzlei
Wie du deine Buchungen sauber an den Steuerberater übergibst – per DATEV-Export oder gemeinsamem Zugang.
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DATEV ist in deutschen Steuerkanzleien quasi Standard – die meisten Steuerberater buchen, prüfen und erstellen ihre Jahresabschlüsse in DATEV-Software. Wenn du deine Buchhaltung dagegen in Lexware Office führst, braucht es eine saubere Brücke zwischen beiden Welten. Genau dafür gibt es den DATEV-Export: Er bringt deine Buchungen so zur Kanzlei, dass dein Steuerberater sie ohne Abtippen direkt übernehmen kann.
Dabei gibt es zwei Wege, die oft verwechselt werden: den klassischen DATEV-Export als Datei und den moderneren DATEV-Datenservice, der Buchungen und Belegbilder automatisch überträgt. Welcher Weg für dich passt, hängt davon ab, wie eng ihr zusammenarbeitet und welche Kontenrahmen deine Kanzlei nutzt. Auf dieser Seite erkläre ich dir beide Varianten, was Buchungsstapel und Belegbilder sind, worauf du bei SKR03 und SKR04 achten musst und wie die Übergabe reibungslos klappt.
Das Wichtigste in Kürze
- Der DATEV-Export bringt deine Buchungen aus Lexware Office GoBD-konform zur Kanzlei – ohne Abtippen.
- Klassischer Export: Du erzeugst eine Datei und übergibst sie deinem Steuerberater.
- DATEV-Datenservice: Buchungen und Belegbilder werden automatisch übertragen.
- Buchungsstapel und Belegbilder lassen sich gemeinsam exportieren.
- Lexware Office unterstützt die Kontenrahmen SKR03 und SKR04.
Warum überhaupt ein DATEV-Export?
Lexware Office und DATEV sind zwei unterschiedliche Systeme. Du erfasst deine Geschäftsvorfälle bequem in Lexware Office, dein Steuerberater arbeitet aber höchstwahrscheinlich in DATEV. Damit eure Daten zusammenpassen, müssen die Buchungen aus deinem System in das der Kanzlei wandern – und zwar so, dass dein Steuerberater nichts neu erfassen muss.
Der DATEV-Export erzeugt dafür ein Format, das DATEV-Programme direkt einlesen können. Statt Belege und Listen abzutippen, importiert deine Kanzlei deine Buchungen mit einem Klick. Das spart Zeit, vermeidet Tippfehler und sorgt dafür, dass beide Seiten mit identischen Zahlen arbeiten. Gerade zum Quartalsende oder für den Jahresabschluss ist das die Grundlage für eine reibungslose Übergabe.
- Buchungen aus Lexware Office direkt in DATEV-Software einlesbar
- Kein manuelles Abtippen in der Kanzlei – weniger Fehler
- Identischer Zahlenstand bei dir und deinem Steuerberater
- Ideal für Quartalsabschluss, Umsatzsteuer und Jahresabschluss
Alternative: direkter Steuerberater-Zugang
Wenn deine Kanzlei direkt in Lexware Office mitarbeiten möchte, kannst du statt des Exports den kostenlosen Steuerberater-Zugang nutzen. Der DATEV-Export ist die richtige Wahl, wenn dein Steuerberater lieber in seiner gewohnten DATEV-Umgebung bucht.
Klassischer Export vs. DATEV-Datenservice
Beim klassischen DATEV-Export erzeugst du in Lexware Office eine Export-Datei für einen gewählten Zeitraum und übergibst sie deinem Steuerberater – per Download und sichere Übermittlung. Deine Kanzlei importiert die Datei dann in ihre DATEV-Software. Dieser Weg ist bewährt, gibt dir volle Kontrolle über den Zeitpunkt und funktioniert mit nahezu jeder Kanzlei.
Der DATEV-Datenservice geht einen Schritt weiter: Hier werden Buchungssätze und die zugehörigen Belegbilder automatisiert an die Kanzlei übertragen, ohne dass du jedes Mal manuell eine Datei erzeugst und verschickst. Das reduziert den Aufwand auf beiden Seiten und hält die Daten laufend aktuell. Welcher Weg sinnvoll ist, stimmst du am besten direkt mit deinem Steuerberater ab – manche Kanzleien bevorzugen den klassischen Dateiweg, andere setzen auf den automatisierten Datenservice.
- Klassischer Export: Datei selbst erzeugen und an die Kanzlei übergeben
- DATEV-Datenservice: automatisierte Übertragung von Buchungen und Belegbildern
- Klassisch gibt dir volle Kontrolle über Zeitpunkt und Umfang
- Datenservice spart wiederkehrenden manuellen Aufwand
Tipp
Frag deinen Steuerberater, welchen Weg seine Kanzlei bevorzugt, bevor du dich festlegst. Die Abstimmung am Anfang erspart euch beiden später Doppelarbeit und Format-Diskussionen.
Buchungsstapel und Belegbilder
Wenn von einem DATEV-Export die Rede ist, fallen zwei Begriffe immer wieder: Buchungsstapel und Belegbilder. Ein Buchungsstapel ist eine gebündelte Sammlung von Buchungssätzen eines Zeitraums – also die reinen Zahlen: welcher Betrag auf welches Konto, mit welchem Steuerschlüssel, an welchem Datum. Diesen Stapel liest deine Kanzlei in ihre DATEV-Software ein und kann ihn dort weiterverarbeiten.
Belegbilder sind die dazugehörigen digitalen Abbilder deiner Belege – die Rechnung, die Quittung, der Kontoauszug als PDF oder Scan. Werden Buchungsstapel und Belegbilder gemeinsam übergeben, sieht dein Steuerberater zu jeder Buchung sofort den passenden Beleg, ohne bei dir nachfragen zu müssen. Das ist der Schlüssel zu einer prüfungssicheren, nachvollziehbaren Buchhaltung und beschleunigt die Arbeit der Kanzlei erheblich.
- Buchungsstapel: gebündelte Buchungssätze mit Konto, Betrag, Steuerschlüssel, Datum
- Belegbilder: digitale Abbilder der zugehörigen Rechnungen und Belege
- Gemeinsame Übergabe verbindet jede Buchung mit ihrem Beleg
- Weniger Rückfragen und eine prüfungssichere Dokumentation
Gut zu wissen
Damit Belegbilder sauber zugeordnet werden, sollten deine Belege in Lexware Office vollständig digital erfasst und mit der jeweiligen Buchung verknüpft sein. Wer Belege laufend per App scannt, hat hier am Jahresende keine Lücken.
SKR03 oder SKR04 – der richtige Kontenrahmen
Ein Kontenrahmen ist das standardisierte Gerüst, nach dem Geschäftsvorfälle auf Konten gebucht werden. In Deutschland sind zwei DATEV-Standardkontenrahmen verbreitet: SKR03 ist prozessgliederungsorientiert und in vielen kleineren Betrieben üblich, SKR04 ist abschlussgliederungsorientiert und an der Struktur der Bilanz ausgerichtet. Beide führen zum selben Ergebnis, ordnen die Konten aber unterschiedlich an.
Entscheidend ist, dass du denselben Kontenrahmen verwendest wie deine Kanzlei. Sonst passen die Kontonummern beim Import nicht zusammen und es entsteht Nacharbeit. Lexware Office unterstützt sowohl SKR03 als auch SKR04. Klär deshalb vor dem ersten Export kurz mit deinem Steuerberater ab, welchen Kontenrahmen er nutzt, und stelle ihn in Lexware Office entsprechend ein – dann passt der Export auf Anhieb.
- SKR03: prozessgliederungsorientiert, in kleineren Betrieben verbreitet
- SKR04: abschlussgliederungsorientiert, an der Bilanzstruktur ausgerichtet
- Lexware Office unterstützt beide Standardkontenrahmen
- Wichtig: denselben Kontenrahmen wie die Kanzlei verwenden
Achtung
Stimme den Kontenrahmen einmalig zu Beginn mit deinem Steuerberater ab. Ein nachträglicher Wechsel mitten im Geschäftsjahr ist aufwendig und sollte vermieden werden.
DATEV-Export durchführen – Schritt für Schritt
So übergibst du deine Buchungen reibungslos an die Kanzlei:
Kontenrahmen abstimmen
Klär mit deinem Steuerberater, ob er mit SKR03 oder SKR04 arbeitet, und stelle den passenden Kontenrahmen in Lexware Office ein.
Zeitraum und Umfang wählen
Lege fest, welchen Zeitraum du exportierst – meist Monat, Quartal oder Geschäftsjahr – und ob Belegbilder mitgehen sollen.
Export erzeugen oder Datenservice nutzen
Erstelle die DATEV-Export-Datei oder lass Buchungen und Belegbilder per DATEV-Datenservice automatisiert übertragen.
An die Kanzlei übergeben
Übermittle die Datei sicher an deinen Steuerberater oder verlasse dich auf die automatische Übertragung. Die Kanzlei importiert die Daten in DATEV.
Buchungen reibungslos an die Kanzlei übergeben
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Häufige Fragen
Brauche ich für den DATEV-Export eine bestimmte Lexware-Office-Version?
Der DATEV-Export ist Teil der Buchhaltungsfunktionen und damit ab Version L (21,90 € netto/Monat) sinnvoll nutzbar, da hier Buchhaltung, EÜR und Umsatzsteuer enthalten sind. Für die reine Zusammenarbeit mit der Kanzlei ist außerdem der kostenlose Steuerberater-Zugang in jeder Version ab S enthalten.
Was ist der Unterschied zwischen DATEV-Export und DATEV-Datenservice?
Beim klassischen Export erzeugst du selbst eine Datei und übergibst sie der Kanzlei. Der DATEV-Datenservice überträgt Buchungen und Belegbilder automatisiert, ohne dass du jedes Mal manuell eine Datei erstellst und verschickst. Welcher Weg passt, hängt von den Vorlieben deiner Kanzlei ab.
Was ist ein Buchungsstapel?
Ein Buchungsstapel ist eine gebündelte Sammlung von Buchungssätzen eines Zeitraums – also Betrag, Konto, Steuerschlüssel und Datum jeder Buchung. Deine Kanzlei liest diesen Stapel in ihre DATEV-Software ein und verarbeitet ihn dort weiter.
Welchen Kontenrahmen soll ich wählen, SKR03 oder SKR04?
Das richtet sich danach, womit deine Kanzlei arbeitet. SKR03 ist prozessgliederungsorientiert und in kleineren Betrieben verbreitet, SKR04 ist an der Bilanzstruktur ausgerichtet. Wichtig ist nur, dass du denselben Kontenrahmen wie dein Steuerberater verwendest. Lexware Office unterstützt beide.
Werden auch die Belege mit übergeben?
Ja. Wenn du Belegbilder mit exportierst oder den DATEV-Datenservice nutzt, erhält deine Kanzlei zu jeder Buchung das passende digitale Belegbild. So sieht dein Steuerberater sofort den Beleg zur Buchung und muss nicht bei dir nachfragen.
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Zuletzt aktualisiert: Juni 2026 · erechnungsprofi.de ist eine unabhängige Empfehlungsseite. Über Partnerlinks erhalten wir ggf. eine Provision – für dich ändert sich am Preis nichts.
