Lexware Office im Test

Ehrliche Erfahrungen aus der Coaching-Praxismit Stärken und Schwächen

EinfachheitBedienungFunktionsumfangE-Rechnung
BuchhaltungLohnPreis-Leistung

/ Mein Fazit

Für Gründer, Selbstständige und kleine Unternehmen gehört Lexware Office zu den besten Optionen am Markt: einfach zu bedienen, vollständig und zuverlässig.Grenzen gibt es nur bei hochkomplexer Konzern- Buchhaltung. Am ehrlichsten überzeugst du dich im kostenlosen 30-Tage-Test.

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/ Im Überblick

Software:Lexware Office (ehemals lexoffice)

Anbieter:Haufe-Lexware GmbH & Co. KG

Geeignet für:Gründer, Selbstständige, kleine Unternehmen

Im Einsatz seit:2022 (zertifizierter Coach)

Mein Fazit:Sehr empfehlenswert

/ Stimme aus der Praxis

Vor Lexware Office hatte ich Angst vor der Buchhaltung – heute schreibe ich meine Rechnungen in Minuten und die Umsatzsteuer läuft fast von allein.Maik hat mir bei der Einrichtung geholfen und alles so erklärt, dass ich es wirklich verstanden habe. Klare Empfehlung für jeden, der gründet.

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Sandra K.

Gründerin in Berlin

Ich arbeite seit 2022 fast täglich mit Lexware Office (damals noch lexoffice) – als zertifizierter Lexware Office Coach begleite ich Gründer und Selbstständige bei der Einrichtung, und meine eigene kleine Beratung läuft ebenfalls darüber. Das heißt: Ich kenne die Software nicht aus einem Testfenster von zwei Stunden, sondern aus vier Jahren echtem Alltag – mit Quartalsabschlüssen, USt-Voranmeldungen, Mahnläufen, einem Banking-Abgleich, der manchmal hakt, und einem Support, den ich schon im Guten wie im Schlechten erlebt habe.

Dieser Testbericht ist deshalb kein Werbetext. Ich nenne dir ehrlich, wo Lexware Office stark ist und wo es mich – auch nach Jahren – noch nervt. Mein Gesamteindruck vorweg: Für die allermeisten Solo-Selbstständigen, Freiberufler und Kleinunternehmer ist es die rundeste Lösung am Markt. Perfekt ist sie nicht. Aber die Lücke zwischen "das könnte besser sein" und "das ist ein echtes Problem" ist bei Lexware Office angenehm klein. Im Folgenden nehme ich die Software Sektion für Sektion auseinander und vergebe am Ende eine ehrliche Endnote.

Mein Gesamturteil auf einen Blick

  • Gesamtnote: gut bis sehr gut – die rundeste Cloud-Buchhaltung für Solo-Selbstständige und Kleinunternehmer, die ich kenne.
  • Bedienung: sehr gut. Aufgeräumt, selbsterklärend, auch ohne Buchhaltungswissen nach wenigen Minuten produktiv.
  • Funktionsumfang: gut. Deckt den kompletten Solo-Alltag ab, stößt bei Warenwirtschaft und Lager aber an Grenzen.
  • E-Rechnung: sehr gut. ZUGFeRD und XRechnung ohne Aufpreis, Empfang und GoBD-Archivierung laufen automatisch.
  • Preis-Leistung: gut. Fair für das Gebotene, aber der Einstiegspreis von 7,90 € täuscht – Rechnungen gibt es erst ab 12,90 €.
  • Support: befriedigend bis gut. Hilfecenter und Chat sind solide, am Telefon kann es in Stoßzeiten dauern.
  • Über 400.000 Kunden, TÜV-SÜD-zertifiziert, GoBD-testiert, DSGVO-konform auf deutschen Servern.

Einrichtung & erste Schritte

Die erste echte Hürde bei jeder Buchhaltungssoftware ist der Einstieg – und genau hier punktet Lexware Office am deutlichsten. Du brauchst nur eine E-Mail-Adresse, kein Kreditkarten-Theater, keine Installation. Nach der Anmeldung führt dich ein Assistent durch die wichtigsten Stammdaten: Firmenangaben, Steuernummer oder USt-IdNr., Kleinunternehmer-Status nach §19 UStG, Logo, Bankverbindung. Das dauert in der Regel zehn bis fünfzehn Minuten, dann kannst du loslegen.

In meiner Coaching-Praxis ist das der Moment, an dem die meisten Klienten aufatmen. Ich hatte schon eine Gründerin, die vorher zwei Wochen lang vor einer bekannten Desktop-Buchhaltung kapituliert hatte – mit Lexware Office stand ihr erstes Angebot nach einer halben Stunde. Was ich gut finde: Die Software fragt aktiv nach dem Kleinunternehmer-Status und stellt die Umsatzsteuer-Logik direkt richtig ein. Genau da passieren bei Selbstgebasteltem in Word die teuersten Fehler.

Ehrlich bleiben muss ich beim Thema Datenübernahme: Wer aus einem anderen System umzieht, mit offenen Posten und Altdaten, hat es spürbar schwerer. Einen komfortablen Komplett-Import gibt es nicht für alles; manches muss man manuell oder über den Steuerberater nachziehen. Für einen echten Neustart ist die Einrichtung mustergültig – für einen Umzug mit Historie solltest du etwas Geduld einplanen.

  • Start ohne Installation, nur E-Mail nötig, kein Zahlungsmittel im Test
  • Einrichtungs-Assistent für Stammdaten, Steuernummer und Kleinunternehmer-Status
  • Logo und Zahlungsbedingungen direkt im ersten Durchlauf hinterlegbar
  • Schwäche: Datenmigration aus Altsystemen mit offenen Posten ist umständlich

Tipp

Nimm dir bei der Einrichtung die zehn Minuten und hinterlege gleich deine Standardtexte (Einleitung, Schluss, Zahlungsbedingungen) sowie deine häufigsten Leistungen als Standardartikel. Das ist die einzige "Fleißarbeit" am Anfang – danach geht jede Rechnung in Sekunden.

Rechnungen & E-Rechnung

Das ist die Paradedisziplin und der Grund, warum ich die Software überhaupt empfehle. Eine Rechnung ist in Lexware Office in unter zwei Minuten geschrieben: Kunde wählen, Positionen einfügen, Text festlegen, versenden. Alle Pflichtangaben nach §14 UStG sind strukturell hinterlegt, die Rechnungsnummer läuft fortlaufend und lückenlos – du kannst formal kaum noch etwas falsch machen. Aus einem Angebot wird per Klick eine Auftragsbestätigung, daraus ein Lieferschein, daraus die Rechnung. Diesen durchgängigen Belegfluss möchte ich nach vier Jahren nicht mehr missen.

Beim Reizthema E-Rechnung kann ich Entwarnung geben: Lexware Office erzeugt ZUGFeRD (PDF mit eingebettetem Datensatz) und XRechnung (reines XML für Behörden) ohne Aufpreis ab Version M. Beim Versand klickst du das Format an, den Rest macht die Software. Der Empfang eingehender E-Rechnungen und die GoBD-konforme Ablage laufen sogar schon ab der kleinen Version S – das ist wichtig, weil seit dem 01.01.2025 jedes B2B-Unternehmen E-Rechnungen empfangen können muss, auch Kleinunternehmer.

Mein einziger echter Kritikpunkt: der Layout-Designer. Für 95 Prozent der Nutzer reicht er völlig – Logo, Farben, Schriften, Position lassen sich anpassen. Aber wer aus dem Grafik-Bereich kommt und ein wirklich eigenständiges Briefdesign gewohnt ist, wird die Flexibilität vermissen. Ich habe für einen Fotografen-Klienten mal versucht, ein sehr spezielles Layout nachzubauen, und bin an Grenzen gestoßen. Da muss man Kompromisse machen.

  • Rechnung in unter zwei Minuten, alle §14-UStG-Pflichtangaben automatisch
  • Durchgängiger Belegfluss: Angebot → Auftragsbestätigung → Lieferschein → Rechnung
  • E-Rechnung (ZUGFeRD + XRechnung) ohne Aufpreis ab Version M, Empfang ab S
  • Serienrechnungen für Abos und Wartungsverträge, mehrstufiges Mahnwesen
  • Schwäche: Layout-Designer unflexibel bei sehr individuellen Designs

Belege & Buchhaltung

Hier zeigt sich, ob eine Software den Alltag wirklich erleichtert oder nur Rechnungen hübsch macht. Belege erfasst du in Lexware Office per Foto über die App, per Drag-and-Drop am Rechner oder über eine eigene Belege-E-Mail-Adresse, an die du Eingangsrechnungen einfach weiterleitest. Die automatische Belegerkennung liest Betrag, Datum und Lieferant aus – nicht immer perfekt, aber gut genug, dass ich nur noch kontrollieren statt abtippen muss. Jeder Beleg landet GoBD-konform im Langzeitarchiv.

Die eigentliche Buchhaltung – Umsatzsteuer-Voranmeldung per ELSTER, EÜR, GuV, BWA, das elektronische Kassenbuch – gibt es ab Version L für 21,90 €. Genau das ist die Version, die ich den meisten meiner Klienten empfehle, sobald sie umsatzsteuerpflichtig sind. Die USt-Voranmeldung gehe ich seit Jahren direkt aus Lexware Office heraus ans Finanzamt, ohne ELSTER-Portal nebenher. Das funktioniert zuverlässig; einen ernsthaften Aussetzer hatte ich in vier Jahren nicht.

Ehrlich gesagt: Für eine vollständige doppelte Buchführung mit Bilanz ist Lexware Office nicht gemacht – das ist auch nicht der Anspruch. Es ist eine EÜR-Lösung für Klein- und Kleinstunternehmen. Wer bilanzieren muss oder eine echte Kostenstellenrechnung braucht, ist hier falsch. Für alle anderen ist der Funktionsumfang genau richtig dimensioniert: nicht überladen, nicht zu dünn.

  • Belegerfassung per App-Foto, Drag-and-Drop oder Belege-E-Mail-Adresse
  • Automatische Belegerkennung (Betrag, Datum, Lieferant) – kontrollieren statt abtippen
  • USt-Voranmeldung, EÜR, GuV, BWA und Kassenbuch ab Version L (21,90 €)
  • ELSTER-Übermittlung direkt aus der Software, DATEV-Export für den Steuerberater

Achtung

Kritischer Hinweis: Lexware Office ist eine EÜR-Lösung. Eine echte doppelte Buchführung mit Bilanz, Kostenstellen oder Lagerwirtschaft leistet es nicht. Bist du bilanzierungspflichtig oder führst Warenbestände, brauchst du ein anderes oder ergänzendes System – kläre das vor dem Abschluss mit deinem Steuerberater.

Online-Banking & Zahlungen

Das Online-Banking ist für mich das stille Effizienz-Wunder von Lexware Office – und gleichzeitig die Funktion, bei der ich am ehesten mal flucht habe. Du verbindest dein Geschäftskonto (Multibanking, mehrere Banken parallel möglich), und die Software gleicht eingehende Zahlungen automatisch mit deinen offenen Rechnungen ab. In der Offene-Posten-Übersicht siehst du in Echtzeit, wer gezahlt hat und welche Rechnung überfällig ist. Aus einem überfälligen Posten machst du mit einem Klick eine Zahlungserinnerung oder Mahnung. Das spart mir jeden Monat spürbar Zeit beim Nachhalten von Außenständen.

Wo es hakt: Die Bankanbindung läuft über die übliche PSD2-Schnittstelle, und die ist nun mal von der Bank abhängig, nicht von Lexware. Bei mir musste ich die Verbindung schon ein paar Mal neu autorisieren, weil die Bank die Freigabe nach 90 Tagen turnusmäßig zurücksetzt – das ist gesetzlich so, nervt aber trotzdem. Einmal hat eine Sparkassen-Schnittstelle ein paar Tage gezickt. Das ist kein Lexware-Bug, sondern PSD2-Realität, trifft aber jeden Cloud-Anbieter.

Unterm Strich: Wenn es läuft – und das tut es meistens – ist der automatische Abgleich Gold wert. Du solltest nur wissen, dass die regelmäßige Neu-Freigabe der Bankverbindung dazugehört und kein Fehler ist.

  • Multibanking: mehrere Geschäftskonten parallel anbindbar
  • Automatischer Zahlungsabgleich offener Rechnungen in Echtzeit
  • Offene-Posten-Übersicht mit Ein-Klick-Mahnwesen
  • Schwäche: PSD2-bedingte Neu-Autorisierung der Bank alle 90 Tage nötig

Lohn & Gehalt

Lohn & Gehalt ist ein eigenes Zusatzmodul, das du zu jeder Version dazubuchen kannst – ab 11,90 € für bis zu zwei Mitarbeitende, 23,90 € bis fünf, gestaffelt bis fünfzig. Es ist ITSG-zertifiziert, das ist die Pflicht-Zulassung für die elektronische Übermittlung an Krankenkassen und Co. Lohnabrechnung, Meldungen an Sozialversicherung und Finanzamt, Lohnsteueranmeldung – das deckt es ab.

Ehrlich gesagt nutze ich das Modul selbst nur in einem überschaubaren Rahmen, weil meine Beratung kaum Angestellte hat. Bei einem Handwerks-Klienten mit drei Mitarbeitern läuft es aber seit über einem Jahr ohne Murren: monatliche Abrechnung, Beitragsnachweise, alles automatisch elektronisch raus. Für ein Solo-Tool ist das überraschend solide.

Was ich klar sagen muss: Eine spezialisierte Lohnsoftware oder ein Lohnbüro bietet mehr Tiefe – komplexe Tarifverträge, Schichtmodelle, viele Sonderfälle. Für ein, zwei, eine Handvoll Mitarbeitende im Standardfall ist das Lexware-Modul aber völlig ausreichend und durch die Integration ins selbe System bequem. Bei vielschichtigen Lohnkonstellationen würde ich zum Steuerberater oder einem Fachanbieter raten.

  • Zubuchbares Modul ab 11,90 € (bis 2 Mitarbeitende), gestaffelt bis 50
  • ITSG-zertifiziert, elektronische Meldungen an Sozialversicherung und Finanzamt
  • Im Standardfall (wenige Angestellte) solide und voll integriert
  • Schwäche: für komplexe Tarif-/Schichtmodelle weniger geeignet als Fachsoftware

Support & Hilfe

Beim Support muss ich differenzieren, denn hier liegen meine besten und meine durchwachsensten Erfahrungen dicht beieinander. Das Online-Hilfecenter ist exzellent: gut strukturierte Anleitungen, Videos, Schritt-für-Schritt-Klickstrecken zu praktisch jedem Thema. In neun von zehn Fällen finde ich meine Antwort dort, ohne überhaupt jemanden kontaktieren zu müssen. Für Einsteiger ist das ein echter Pluspunkt – vieles erklärt sich von selbst.

Der Chat-Support ist solide und meistens schnell erreichbar. Wo es schwächelt: der Telefon-Support zu Stoßzeiten. Rund um Quartalsende und USt-Fristen, also genau dann, wenn alle gleichzeitig Fragen haben, hatte ich schon spürbare Wartezeiten in der Leitung. Die Mitarbeiter selbst waren immer kompetent und freundlich – aber bis man durchkommt, kann es in diesen Wochen dauern.

Für meine Klienten löse ich das pragmatisch: Wer es eilig hat, geht über Chat oder Hilfecenter, nicht übers Telefon. Und natürlich ist genau das auch der Grund, warum es Coaches wie mich gibt – die Software ist einfach, aber bei steuerlichen Grundsatzfragen ersetzt kein Support den Blick eines Menschen, der deinen konkreten Fall kennt. Über 50.000 Steuerberater nutzen übrigens den kostenlosen Steuerberater-Zugang, das ist im Problemfall oft der schnellste Weg.

  • Sehr gutes Online-Hilfecenter mit Anleitungen und Videos – deckt die meisten Fragen ab
  • Chat-Support solide und meist schnell erreichbar
  • Kostenloser Steuerberater-Zugang (über 50.000 Steuerberater nutzen ihn)
  • Schwäche: Telefon-Support mit Wartezeiten zu Stoßzeiten (Quartalsende, Fristen)

Preis-Leistung

Hier wird es interessant, weil der beworbene Einstiegspreis irreführend wirken kann. Version S für 7,90 € netto klingt günstig – kann aber keine Rechnungen schreiben, sondern nur Belege erfassen und archivieren. Wer Rechnungen stellen will (und das ist ja meist der Grund, warum man so eine Software überhaupt sucht), braucht mindestens Version M für 12,90 €. Das überrascht viele meiner Klienten unangenehm, deshalb sage ich es hier deutlich: Rechne realistisch mit M oder L.

Die Versionen im Klartext: S (7,90 €) nur Belege, M (12,90 €) Rechnungen und E-Rechnung, L (21,90 €, am beliebtesten) zusätzlich die komplette Buchhaltung mit USt-Voranmeldung, XL (32,90 €) für Sonderfälle wie Abschlags-, EU- oder Reverse-Charge-Rechnungen und die offene API. Alle Preise netto, monatlich kündbar, keine Mindestlaufzeit. Aktuell gibt es 50 Prozent Rabatt auf die ersten drei Monate.

Mein Urteil: Für Version L zahle ich rund 22 € netto im Monat und bekomme Rechnungen, E-Rechnung, komplette EÜR-Buchhaltung, Banking-Abgleich und Steuerberater-Zugang in einem System. Verglichen mit dem, was mich eine halbe Stunde Buchhalterzeit pro Monat kosten würde, ist das fair. Geschenkt ist es nicht, und sevdesk spielt in derselben Preisliga – aber für das Gebotene und die Zuverlässigkeit halte ich es für angemessen. Wichtig: 30 Tage kannst du den vollen XL-Umfang inklusive Lohn kostenlos testen, ohne Abo und ohne Kreditkarte.

  • S 7,90 € (nur Belege), M 12,90 € (Rechnungen + E-Rechnung), L 21,90 € (+ Buchhaltung), XL 32,90 €
  • Alle Preise netto/zzgl. MwSt., monatlich kündbar, keine Mindestlaufzeit
  • Aktuell 50 % Rabatt auf die ersten drei Monate
  • 30 Tage voller XL-Umfang inkl. Lohn kostenlos testen, ohne Abo, ohne Kreditkarte

Für wen sich Lexware Office lohnt – und für wen nicht

Nach vier Jahren und Dutzenden begleiteten Einrichtungen habe ich ein recht klares Bild, für wen die Software passt. Sie lohnt sich für Solo-Selbstständige, Freiberufler, Kleinunternehmer und kleine Dienstleister, die Rechnungen schreiben, Belege sammeln und ihre EÜR sauber erledigen wollen, ohne Buchhalter zu werden. Genau diese Gruppe – also der Großteil meiner Klienten – ist mit Lexware Office bestens bedient. Auch Handwerker und kleine Betriebe mit ein, zwei Angestellten profitieren, gerade wegen des durchgängigen Belegflusses und des Lohn-Moduls.

Weniger geeignet ist die Software, wenn du echte Warenwirtschaft mit Lagerbeständen brauchst, bilanzierungspflichtig bist oder eine vielschichtige Kostenstellenrechnung führst. Auch wer ein hochindividuelles Rechnungsdesign zwingend braucht oder sehr komplexe Lohnabrechnungen hat, sollte zu einer spezialisierten Lösung oder einer Kombination mit dem Steuerberater greifen. Das ist keine Schwäche im engeren Sinn – Lexware Office will gar nicht alles können, sondern den Solo- und Kleinunternehmer-Alltag exzellent abdecken. Und das tut es.

  • Ideal für: Solo-Selbstständige, Freiberufler, Kleinunternehmer, kleine Dienstleister und Handwerker
  • Gut geeignet für: Betriebe mit wenigen Angestellten (dank Lohn-Modul)
  • Weniger geeignet für: Händler mit Lagerbestand, Bilanzierungspflichtige, sehr komplexe Lohnfälle
  • Falsch für: wer ein zwingend individuelles Rechnungslayout oder echte Warenwirtschaft braucht

Alternativen zu Lexware Office

Ich teste nicht nur Lexware Office, sondern schaue mir die Konkurrenz regelmäßig an, um ehrlich beraten zu können. Der direkteste Wettbewerber ist sevdesk – ebenfalls Cloud, ebenfalls deutsch, mit einer sehr ähnlichen Zielgruppe. sevdesk ist in der Belegerkennung minimal stärker und beim Design einen Tick moderner, liegt preislich aber in derselben Liga. Wer dort schon zufrieden ist, hat keinen zwingenden Grund zu wechseln; für Neueinsteiger finde ich Lexware Office wegen des kostenlosen Steuerberater-Zugangs und der jahrzehntelangen Marktführerschaft die etwas sicherere Wahl.

WISO MeinBüro (Buhl) ist die zweite ernsthafte Alternative – funktional sehr umfangreich, teils mächtiger bei Aufträgen und Bestellwesen, dafür in der Bedienung etwas weniger aufgeräumt als Lexware Office. Wer mehr Richtung Auftrags- und Bestellabwicklung braucht, sollte sie sich ansehen. Reines Desktop-Arbeiten ohne Cloud, DATEV für größere Strukturen oder das gute alte Excel sind weitere Wege – für die Zielgruppe dieser Seite aber selten die bessere Lösung. Einen detaillierten Vergleich aller Anbieter mit Noten und Pro/Contra findest du auf meiner Vergleichsseite.

  • sevdesk: direktester Konkurrent, Belegerkennung minimal stärker, gleiche Preisliga
  • WISO MeinBüro (Buhl): funktional umfangreicher bei Aufträgen, Bedienung weniger aufgeräumt
  • DATEV, Desktop-Software oder Excel: nur in Sonderfällen die bessere Wahl

Tipp

Du bist unsicher, welches Tool zu dir passt? Auf meiner Vergleichsseite stelle ich Lexware Office, sevdesk und WISO MeinBüro mit Einzelnoten und ehrlichem Pro/Contra gegenüber – und sage je Anwendertyp, was ich empfehle.

Meine Einzelnoten im Überblick

KriteriumBewertung
Bedienung & BenutzerführungSehr gut
FunktionsumfangGut
Rechnungen & E-RechnungSehr gut
Belege & BuchhaltungGut bis sehr gut
Online-Banking & ZahlungenGut
Lohn & Gehalt (Zusatzmodul)Gut
Support & HilfeBefriedigend bis gut
Preis-LeistungGut
GesamturteilGut bis sehr gut

Bewertung aus vier Jahren Praxiseinsatz (seit 2022) sowie aus meiner Coaching-Erfahrung mit Gründern und Selbstständigen. Stand Juni 2026.

Nach vier Jahren Praxis – ehrlich abgewogen

Das spricht dafür

  • Bedienung, die wirklich jeder sofort versteht – ich habe noch keinen Klienten erlebt, der daran gescheitert wäre.
  • E-Rechnung (ZUGFeRD und XRechnung) komplett inklusive, kein Aufpreis, kein Bastel-Plugin.
  • Durchgängiger Belegfluss vom Angebot bis zum Zahlungseingang – nichts muss doppelt erfasst werden.
  • Steuerberater-Zugang gratis – mein Steuerberater greift in Echtzeit zu, das spart uns beiden Nerven.
  • Echtes "made in Germany": deutsche Server, GoBD-testiert, TÜV-SÜD-Siegel, laufend an neue Gesetze angepasst.

Das solltest du wissen

  • Der beworbene 7,90-€-Einstieg (Version S) kann KEINE Rechnungen schreiben – das überrascht viele unangenehm.
  • Der Layout-Designer für Rechnungen ist solide, aber unflexibel – wer ein sehr individuelles Briefdesign will, stößt an Grenzen.
  • Keine echte Warenwirtschaft mit Lagerverwaltung – für Händler mit Bestand ist es das falsche Werkzeug.
  • Telefon-Support in Stoßzeiten (Quartalsende, Fristen) mit spürbaren Wartezeiten.

Mach dir dein eigenes Bild – 30 Tage kostenlos

Mein Fazit nach vier Jahren: Für die allermeisten Selbstständigen und Kleinunternehmer ist Lexware Office die rundeste Lösung am Markt. Teste es 30 Tage kostenlos mit vollem XL-Umfang – ohne Abo, ohne Kreditkarte – und überzeuge dich selbst. Transparenz-Hinweis: erechnungsprofi.de ist eine unabhängige Empfehlungs- und Ratgeberseite von Maik Marx (zertifizierter Lexware Office Coach). Ich bin kein Mitarbeiter der Haufe-Lexware GmbH & Co. KG. Wenn du dich über einen Link auf dieser Seite für Lexware Office entscheidest, erhalte ich eine Provision – für dich ändert sich am Preis nichts. Meine Bewertung bleibt davon unberührt und beruht auf eigener Praxiserfahrung.

Jetzt kostenlos testen

* Anzeige / Affiliate-Link. Lexware® und Lexware Office® sind Marken der Haufe-Lexware GmbH & Co. KG.

Häufige Fragen zu meinem Lexware-Office-Test

Wie objektiv ist dieser Testbericht?

So ehrlich, wie es mir möglich ist. Ich arbeite seit 2022 selbst mit Lexware Office und nenne bewusst auch die Schwächen – den irreführenden Einstiegspreis, den unflexiblen Layout-Designer, die fehlende Warenwirtschaft, die Telefon-Wartezeiten. Gleichzeitig ist erechnungsprofi.de eine Empfehlungsseite, und ich verdiene über einen Affiliate-Link mit, wenn du dich über mich für Lexware Office entscheidest. Das ändert nichts an meiner Einschätzung – ist aber transparent (siehe Hinweis unten).

Welche Lexware-Office-Version empfiehlst du den meisten Leuten?

Für die meisten Solo-Selbstständigen und Kleinunternehmer, die Rechnungen schreiben, ist Version M (12,90 € netto) das Minimum. Sobald du umsatzsteuerpflichtig bist und USt-Voranmeldungen abgeben musst, empfehle ich Version L (21,90 €) – sie ist nicht ohne Grund die beliebteste. XL (32,90 €) lohnt nur bei Sonderfällen wie Abschlags-, EU- oder Reverse-Charge-Rechnungen.

Was ist die größte Schwäche von Lexware Office?

Aus meiner Sicht zwei Dinge: Erstens der beworbene 7,90-€-Einstiegspreis (Version S), der gar keine Rechnungen schreiben kann – das fühlt sich an wie ein Lockangebot. Zweitens der unflexible Layout-Designer für Rechnungen, der bei sehr individuellen Designs an Grenzen stößt. Beides sind keine Dealbreaker, aber Punkte, die du vor dem Abschluss kennen solltest.

Reicht die kostenlose Testphase, um sich ein Urteil zu bilden?

Ja. Du bekommst 30 Tage lang den vollen XL-Umfang inklusive Lohn-Modul, ohne Abo und ohne Kreditkarte. Das Abo endet automatisch, du musst nichts kündigen. In dieser Zeit kannst du in Ruhe ein paar echte Rechnungen schreiben, Belege erfassen und das Banking anbinden – genug, um zu wissen, ob es zu dir passt.

Ist Lexware Office wirklich rechtssicher und E-Rechnungs-ready?

Ja. Die Software hinterlegt alle Pflichtangaben nach §14 UStG automatisch, vergibt fortlaufende Rechnungsnummern und archiviert GoBD-konform (testiert durch eine Wirtschaftsprüfungsgesellschaft, TÜV-SÜD-zertifiziert). E-Rechnungen im Format ZUGFeRD und XRechnung erstellst du ab Version M, empfangen und archivieren kannst du sie schon ab Version S – das ist seit dem 01.01.2025 für alle B2B-Unternehmen Pflicht.

Lohnt sich der Wechsel von sevdesk zu Lexware Office?

Wenn du mit sevdesk zufrieden bist, gibt es keinen zwingenden Grund zu wechseln – beide spielen funktional und preislich in derselben Liga. Für Neueinsteiger finde ich Lexware Office wegen des kostenlosen Steuerberater-Zugangs und der langen Marktführerschaft die etwas sicherere Wahl. Einen detaillierten Anbietervergleich mit Noten findest du auf meiner Vergleichsseite.

Zuletzt aktualisiert: Juni 2026 · erechnungsprofi.de ist eine unabhängige Empfehlungsseite. Über Partnerlinks erhalten wir ggf. eine Provision – für dich ändert sich am Preis nichts.